Aufbruch zur Dunklen Mark

Hier spielt die moderierte Hauptstranggeschichte
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Falk
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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Falk » Mo 23. Mär 2009, 10:11

Noch bevor Falk zu einer Erwiderung ansetzen konnte gegenüber Makyeh wurden sie von Fabielle unterbrochen.

Falk erwidert die Umarmung herzlich aber löst sich schnell daraus. Es ist ihm wohl unangenehm vor allen anderen derart vertraut begrüßt zu werden. Geistesabwesend spielt er mit einem Anhänger aus Bergkristall der die Form einer Träne hat und um seinen Hals hängt.
Während sich Fabielle und Makyeh kurz unterhalten wartet Falk ab. Er war lange genug selbst im Felde um zu wissen das es ein Thema ist, dass auch so schon heikel genug ist. Umso überraschter ist er ob der schnellen Einigung.

Als Makyeh dann in die Runde blickt nickt er ihm noch einmal aufmunternd zu ob seiner kühnen Worte:

"So werde ich versuchen beide Fragen zu beantworten so gut ich es vermag. Warum ich mit euch sprechen wollte geschah aus dem Wunsch heraus euch Achtung als Waffenbruder zu zollen. Oft genug war ich auf dem Schlachtfeld und ich kenne gerne die Männer die an meiner Seite stehen. Noch dazu bin ich hier selbst nur Gast und dementsprechend sind wir uns ähnlicher als ihr denkt.

Was nun die zweite Frage angeht- nun wir ziehen ins UNgewisse. Lange Jahre schon helfe ich dem Orden der Hüter der Flamme bei dem Versuch das Land vom Übel zu reinigen. Ich war dabei vor vielen Jahren als Sie aus dem Land vertrieben wurden - ich war dabei als neue Hoffnung aufkeimte und ich bin auch nun dabei wo wir erneut in die Schlacht ziehen. Doch ich habe genug Freunde begraben um zu wissen das wir alle Sterben müssen ...."

Etwas leiser flüstert er noch etwas - es scheint ihm nicht wichtig ob es vernommen wird oder nicht aber es ist wohl auch nichts geheimes.
"Aus Erde gekommen - aus Erde geschaffen - Erde sind wir - Erde waren wir - Erde werden wir wieder sein."

Er überlegt kurz abwesend und lächelt dann womit er sein plötzlich ernstes Gesicht Lügen straft.

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Nerestro
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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Nerestro » Mo 23. Mär 2009, 10:17

Nerestro verbitterte langsam, als er sich von Templer zu Templer durchfragte und niemand ihm auf seine Frage Antwort geben wollte oder konnte.

Mit einem Mal tippte ihm jemand auf die Schulter, freundlich aber vergleichsweise ungebührlich und noch mehr unerwartet, was Nerestro etwas harsch und erschrocken herumwirbeln lies.
Der Mann hinter ihm wich gekonnt oder unabsichtlich nach hinten aus und verbeugte sich sofort.
„Verzeiht Herr, ich wollte euch nicht erschrecken...“
„Das wäre dir auch nicht möglich gewesen, ich hörte dich bereits kommen. Also, wer bist du und was ist dein Begehr, Junge?“
Der Mann, der in einen schlcihten grauen Mantel gehüllt war und einen auffälligen, spitzen, braunen Hut trug, schluckte und holte tief los, bevor er begann:
„Herr, mein Name ist Isan, Isan Karomir Pfahl, aus der stolzen Familie der Pfahls von Trutzzahn, ehemals Loriter Boden, aber das ist lange her...“
Der Mann lächelte.
„Wie lange her? Fließt noch Loriter Blut in deinen Adern oder ist es bereits verwässert? Und wo liegt dieses Trutzzahn?“
“Oh Herr, es ist nicht weit weg von Lorit, einige Tagesmärsche entfernt von Einöd, was wiederum an der südlichen Loriter Grenze liegt. Manche sagen außerhalb, manche innerhalb, aber ihr wisst ja wie es mit den Kartenzeichnern ist Herr, die Länder sind variabel beschaffen, je nachdem, woher der Kartzeichner kommt oder wer den Auftrag bezahlt...“
Wiederum lächelte dieser Mann, was Nerestro sichtlich nervöser machte. Verdutzt blickte er in der etwas zu lang geratenden Sprechpause auf Isan und wunderte sich, ob dies gerade seine einzige Möglichkeit war, der absoluten Verdummung durch zuviel Information zu entgehen.
Doch Nerestro war es gewohnt zuzuhören und so versuchte er es sich als eine Art Beichte vorzustellen.
Nur dass es wohl nicht an ihm lag, knifflige und unseriöse Details von Isans Vergangenheit aus selbigem herauszukitzeln und mit ein paar Gebeten und vielleicht Geißelschlägen zu bemessen, es war eher so, dass er wohl der Korken in dem unendlichen Redeschwall des Mannes sein musste, damit dieser mit den unseriösen Geschichten aufhörte, bevor Kinder in die Nähe kamen.
„Nun, Isan Karomir Pfahl...“
„Bitte, Herr Priester, nennt mich Isan.“

Und da war es wieder, dieses Lächeln, augenscheinlich unschuldig und freundlich, aber es war wie der Rauch nach einem Brand: Sah man es, wusste man, dass er zuvor geredet hatte...

„Gut, Isan, soweit ich mich auskenne ist dies also in Altansaar?“
„Sehrwohl Herr, an der Grenze.“
„So kennst du deinen Herrn?“
„Herr?“
„Nun, deinen Herrn...“
„Selbstverständlich Herr.“ Isan nickte ausladend und seine Worte klangen eher nach: „Hä?“
„Nun denn, wie hält man es mit dem Glauben in... Trutzzahn? Ist das Wort des Herrn... Kora...Keni...Kouanos denn dort weit verbreitet?“
„Das Wort von wem Herr?“
„Kuanos, dem Tier der Wälder.“
„Verzeiht, ich muss euch enttäuschen, ich habe noch nie von diesem Tier gehört. Doch wenn es sprechen kann, so ist es bestimmt etwas besonderes Herr, ich werde in meine Gebete an die Herrinnen Gereane und Isana bitten, dieses Tier einmal zu sehen.“
„Nei-nein, lasst nur, ich denke es reicht, wenn ihr an die Herrinnen betet...“

Dieser Mann... Nerestro verzweifelte.
„Also Isan, ich weiß, es ist schon einige Zeit her, aber warum habt ihr mich so er... dringend sprechen wollen?“
„Oh natürlich Herr, verzeiht, ich wollte euch Antwort auf eure Fragen geben!“
„Bei Sofres...“ murmelte Nerestro leise.
„Wie bitte?“
„Oh, ich sagte: ‚Bei Sofres...’“
„Ach, gut, und ich dachte schon ihr würdet nein sagen!“
Isan lächelte.
Nerestro schüttelte sich kurz.
„Nun dann, Isan, beginne deine Geschichten.“
„Wisst ihr Herr, die meisten kenne ich nur vom Hörensagen, aber ich versichere euch, sie sind so gut wie richtig...“
Einmal dachte ich ich hätte Unrecht. Doch glücklicherweise hatte ich mich geirrt.

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Nerestro
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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Nerestro » Mo 23. Mär 2009, 12:58

Nerestro hielt sich den Bauch vor Lachen.
Dieser Isan mochte zeitweise anstrengend sein, doch seine Art Geschichten zu erzählen, bei denen er nicht einmal anwesend war, konnte wahrscheinlich einen Stein erheitern.
Außerdem schilderte er es so plausibel und einfühlsam, als hätte er direkt daneben gestanden.
Oft hatte Nerestro sich schon gewünscht, eine solche Erzählergabe zu besitzen, doch stets wenn er etwas berichtete, driftete er in eine Art Ansprache mit mahnendem Fazit ab.

Am besten gefielen ihm die Geschichten rund um den harten Kern. Er hatte sich kaum vorstellen können, was diese Männern und Frauen bereits alles gemeinsam erlebt, durch welche Gefahren sie sich beigestanden und wie viele Tage und Nächte sie gemeinsam gelacht hatten.
Doch gab es auch Geschichten über Verlorene und Vergangene aus ihrem Kreis, und Nerestro glaubte jedes Mal, wenn einer ihrer Namen fiel, einen der alten Templer zu Isan und ihm hinüberschauen zu sehen, der Blick glasig und mit spontanen Erinnerungen gefüllt.

„...und stellt euch vor Herr, man sagt an einigen Orten, nachdem die beiden wie ein Windhauch aus den Augen ihrer Männer verschwunden waren, wären die beiden so hart von beiden Seiten auf dem Dunkelelfen angebrandet, dass man ihn zweifelsohne mit einem Papier verwechseln konnte!“

„Genug, genug! Ich glaube, wenn ihr mir noch eine Geschichte präsentiert werde ich an einem Bauchkrampf sterben...“

Es dauerte noch einige Minuten, bis Isan und Nerestro sich vollends gefasst hatten. Als dieser Punkt erreicht war, sah Nerestro Isan in die Augen und meinte:
„Und nun, wie kommt es, dass du uns begleitest?“
„Oh Herr, ich begleite euch mitnichten.“
„Ihr seid also rein zufällig hier?“
„Nein, absolut nicht, ich begleite euch nur nicht, sondern ich bin mit dabei! Herr, vor euch seht ihr den persönlichen Leibdiener des Seneschalls höchstpersönlich, angestellt zur Bequemlichkeitserweiterung und manchmaliger Seelenkraulerei.“
„So ist das, nun, dann weiß ich ja wo ich euch finden kann, falls es mich nach weiteren Geschichten dürstet. Doch für heute soll nun Schluss sein.“
„Wie ihr meint Herr, es war mir eine Freude euch zu erheitern.“
„Sofres mit euch!“
„Ist er, ist er... Und mit euch auch!“
Einmal dachte ich ich hätte Unrecht. Doch glücklicherweise hatte ich mich geirrt.

Makyeh
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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Makyeh » Mo 23. Mär 2009, 13:05

Makyeh seufzt schwer... die Worte von Falk sind ehrlich, was sie aber nicht weniger gravierend macht.

"Zu allererst muss ich sagen, dass es mir eine Ehre ist als Waffenbruder gesehen zu werden. Es zeugt von Respekt und das ist mir wichtig. Leider habe ich das bei vielen Auftraggebern nicht erfahren dürfen. Nur, dass wir uns ähnlicher sind als ich denke, das weiß ich noch nicht. Auf den ersten Blick vielleicht, aber wir haben kaum Erfahrungen gemacht. Man kann eine Person nur beurteilen, wenn man sieht, wie er sich in Extremsituationen verhält. Nach unserem ersten Kampf, den wir Seite an Seite durchgestanden haben können wir uns darüber weiter unterhalten. Ich freue mich allerdings dennoch sehr auf die gemeinsame Zeit bis zum ersten Kampf... ich glaube, dass wir eine Menge guter Unterredungen haben werden. Und was das Thema Tod betrifft...", er macht eine kurze Pause und schaut zu Skjala... sie sterben zu sehen wäre sein Untergang, "... so möchte ich das Gefühl haben Seite an Seite mit Freunden in die Schlacht zu ziehen, denn das raubt dem Tod viel seines Schreckens."

Ermutigt atmet er auf und meint:

"Wer Honig essen will, der ertrage das Stechen der Bienen."

Den Ausspruch von Falk hat er gehört, kann damit aber nichts anfangen... es scheint etwas Religiöses zu sein, damit hat Maky nichts am Hut, das braucht er alles nicht... er glaubt an vieles, an das Gute in einigen Menschen, daran, dass Ehre im Leben einen hohen Stellenwert hat, daran, dass alles Leben einen Wert besitzt, welcher nicht einfach mit Füßen getreten werden darf, aber einen Gott... daran kann er nicht glauben, nach allem, was er gesehen hat auf dieser Welt.
Erzähle es mir und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich daran erinnern.
Beziehe mich ein und ich werde es verstehen!
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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Falk » Mo 23. Mär 2009, 14:39

Falk neigt leicht den Kopf als er Makyeh zuhört ohne ihn anzusehen. Dann nickt er erneut leicht zur Bestätigung seiner Worte.

Mit einem schmunzeln erwidert er dann aber:

"Nun um genau zu sein werden wir wohl auch selten Seite an Seite stehen, denn ich bin nicht sonderlich geübt im Kampf mit der KLinge, auch wenn sie mir schon manchmal das Leben gerettet hat. Doch halte ich mich lieber an der Seite einer Schlachtreihe auf wo ich die Möglichkeit habe schnell zu agieren. Eine Schlachtreihe mag nicht mein Bestreben sein .... auch wenn ich mich der Kampfmagie verschrieben habe."

Er runzelt kurz die Stirn und blickt dann wieder in Richtung von Makyeh.....

"Doch werde ich euren Rücken im Auge behalten so gut ich es vermag. Doch seit gewarnt. Die Gegner denen ihr gegenübertreten mögt sind nicht immer das was sie zu sein scheinen. Viele Danthos Schergen sind Paktierer und es mögen euch Krieger gegenübertreten die euch mit einem Wort Schmerzen in den Körper jagen können oder gar Schlimmeres."

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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Makyeh » Mo 23. Mär 2009, 19:13

Makyeh betrachtet Falk... ein Magier also.

"Nun, Falk... wenn Ihr Euch eher in den hinteren Reihen aufhaltet, so werde ich Euch dort wohl trotzdem Gesellschaft leisten können, ich bin schließlich Bogenschütze und ein Bogenschütze hat im Schildwall nichts zu suchen."

Er tätschelt liebevoll seinen Bogen.

"Erzählt mir von Euch... wo kommt Ihr her? Was ist Eure Bestimmung?"
Erzähle es mir und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich daran erinnern.
Beziehe mich ein und ich werde es verstehen!
- indianisches Sprichwort

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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Falk » Mo 23. Mär 2009, 20:48

Falk lacht kurz auf ......

"Meine Bestimmung? Nun die kenne ich nicht und ich maße mir auch nicht an zu denken sie zu kennen. Das weiß Atakan allein. Ich kann nur versuchen das Beste aus meinem Leben zu machen und meiner Überzeugung zu dienen ..... "

Dann wieder ernster aber immer noch fröhlich und offen lächelnd.

"Nun aber den anderen Teil eurer Frage will ich gerne beantworten. Ich stamme aus dem Lande Lorungan wenn gleich ich dort nicht geboren bin sondern in einem der Nachbarländer. Aber sonst gibt es nicht viel über mich zu berichten. Ich liebe mein freies Leben und auch wenn es gut tut daheim zu sein, so lockt mich das Land mit seinen Wundern. Ich reise manchmal ziellos, doch meine Überzeugungen bringen mich oft in Reiche in denen das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse nicht im Einklang ist ..... und ich habe Schwüre geleistet die mich an das Gute und den Glauben daran binden, wenngleich mein Gott uns den Weg der Neutralität vorgibt. Aus Sicht unserer Priester habe ich also noch viel zu lernen ....."
Falk schmunzelt erneut - aber wohl nur über seinen eigenen Spaß .....

"Doch erzählt mir auch von euch - aus welchem Lande stammt ihr?"

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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Bub » Mo 23. Mär 2009, 22:36

"Haaaalt!" ruft Fabielle, "wie immer lässt er alles wichtige aus... Falk hier, vor dem Ihr steht. Er ist ein Volksheld in Lorit, ohne ihn wären wir längst der Dunkelheit verfallen! Doch wie immer ist er viel zu Bescheiden um auch nur ein winziges Fünkchen davon zu berichten."

dann dreht sie sich um

"stimmts oder hab ich recht?" ruft sie einem Mann zu der auf einem Pferd auf sie zugeritten kommt.

Es ist Fenrir ein stattlicher Templer der wohl der einzige Mensch auf Erden ist welcher ein "mürrisches Lächeln" zustande bringt. Beschreibungen können nicht darstellen was damit gemeint ist, doch wenn man es je erblickt wird man es nicht anders benennen wollen.

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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Falk » Di 24. Mär 2009, 00:38

Als er das Wort "Held" hört zuckt er ein wenig zusammen - nicht nur aus Verlegenheit sondern augenscheinlich fühlt er sich damit nicht besonders wohl.
Fabielle bekommt es nicht mit weil sie sich Fenrir zugewendet hat aber Makyeh hört ein leises ... "die Gefallenen haben mehr Heldenmut bewiesen" über seine Lippen kommen ....

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Re: Aufbruch zur Dunklen Mark

Beitrag von Makyeh » Di 24. Mär 2009, 02:10

Makyeh verfolgt die kurze Intervention von Fabielle mit.

"Verzeiht, Tempelritterin Fabielle, die stets zögert, bevor sie ihren Titel nennt... aber ich scheue mich davor, jemanden als Held zu bezeichnen, bevor dieser sein Leben beendigt hat... man kann niemals wissen, was noch geschieht und welch große Dummheiten eine Person noch anstellen kann... mit dem Tod besiegelt er sein Leben, was er dann an guten Taten und an Heldentaten vorzuweisen hat bewundere ich, doch es irrt der Mensch, so lang er strebt und somit tue ich mich schwer damit, und das soll keine Beleidigung gegen Euch sein, Falk, einen Mann, der bisher noch so gute und große Taten vollbracht hat als Helden zu bezeichnen."

In seinen Worten steckt kein Übel, er spricht aus reinem Herzen heraus und beendet es mit einem ehrlichen Lächeln.

"Doch zu Eurer Frage, Falk...", er holt Luft und spricht plötzlich so leise, als dass nur Falk ihn vernehmen kann, "... ich stamme aus den Wüsten des Südens... an meine Kindheit erinnere ich mich kaum noch, nur noch insofern, als dass ich als Sklave in einem Steinbruch arbeiten musste... was darauf zurückzuführen ist, dass ich der uneheliche Sohn einer Frau eines großen Stammesführers der Nomaden und einem seiner Sklaven bin. Nunja, ich bin ausgebüchst und habe mich von da an durchgeschlagen und gelernt. Viel gelernt. Bis ich in irgendeine größere Stadt, die nicht einmal so weit von hier ist, gelangt bin und mich bei deren Heer habe eintragen lassen. Dort habe ich all das erlernt, was ich bisher weiß. Meine Heiler- und Bogenschützenfähigkeiten stammen von dort, aber bald waren mir die hierarchischen, strengen Strukturen des Heeres zuwider und ich bin sabotiert um fortan als Söldner unterwegs zu sein... und das ist meine ganze Geschichte. Fühlt Euch geehrt, Falk... meine Geschichte ist nicht mein liebstes Gesprächsthema und ich lasse sie nicht jedem zuteil werden. Jeden Penner auf der Straße müsste ich töten, wenn er die Informationen über mich hätte, wie Ihr sie nun habt. Verwahrt sie gut."

Dann muss er schmunzeln und fügt noch ebenso leise wie zuvor hinzu:

"Dass die Gefallenen mehr Heldenmut bewiesen haben mag in Euren Augen so sein... aber Ihr glaubt nicht, wie viele Gefallene solcher Schlachten einfach übermütige Angeber sind... somit solltet Ihr Euch Gedanken machen darüber, in welchem Ausmaß Ihr Euch in Bescheidenheit übt..."
Erzähle es mir und ich werde es vergessen.
Zeige es mir und ich werde mich daran erinnern.
Beziehe mich ein und ich werde es verstehen!
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